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"Chiropraktik- Eine Disziplin der wissenschaftlichen Heilkunde"

Aus der gleichnamigen Broschüre der Schweizerischen Chiropraktoren Gesellschaft

Was ist Chiropraktik?

Die Chiropraktik befasst sich mit der Diagnose, der Behandlung und der Vorbeugung von Funktionsstörungen und Schmerzen im Bewegungsapparat sowie mit den biomechanischen und neurophysiologischen Folgen dieser Beschwerden.
Die Wirbelsäule, das Becken und die peripheren Gelenke spielen dabei auf diagnostischer und therapeutischer Ebene eine zentrale Rolle .
Bei der Behandlung werden Beeinträchtigungen der Beweglichkeit und daraus entstehende Verkrampfungen der Muskeln sowie Schmerzen gelindert oder behoben.
Die Chiropraktik hat Wesentliches dazu beigetragen, dass die Wirbelsäule als wichtiger Krankheitsfaktor betrachtet wird: reflektorisch können vom Chiropraktor oft auch tieferliegende Organe positiv beeinflusst werden.
Im Kreise der wissenschaftliche anerkanntne Heilberufe nimmt die Chiropraktik als sebständege Disziplin die Stellung zwischen Rheumatologie, Neurologie, Orthopädie und innerer Medizin ein.
Als eigenständige Heilmethode hat die Chiropraktik im heutigen Gesundheitswesen die wichtige Aufgabe, Patienten auf natürlichem Wege ohne Chirurgie und in der Regel ohne Medikamente zu helfen.

Woher kommt die Chiropraktik?

Bereits im alten China, in ägypten und Indien und in der klassischen Antike wurden wirbelsäulenbedingte Leiden mit Manipulationen an Wirbelsäule und Becken behandelt.
BildDaniel David und Bartlett Joshua Palmer haben Ende des neunzehnten Jahrhunderts in den USA die chiropraktische Massnahmen zur Behebung reversibler funktioneller Störungen des Wirbelsaäulen-Funktionsgefüges neu entdeckt. Sie haben die Chiropraktik systematisiert und zu einer wirksamen Therapie uahlreicher gesundheitlicher Beschwerden und krakhafter Vorgänge entwickelt.
Das erste Lehrinstitut für Chiropraktik, The Palmer College of Chiropractic, wurde um die Jahrtausendwende in Davenport im Staate Iowa in den USA gegründet.
Ende der zwanziger Jahre kehrten die ersten Chiropraktoren von ihrer Ausbildung aus den USA in die Schweiz zurück und erzielten Behandlungserfoge bei zahlreichen Patienten, die mit herkömmlichen Methoden zuvor erfolglos behandelt wurden.
Heute profitiert der Patient von einer verfeinerten Chiropraktik wissenschaftlicher Erkenntnis und einer immern erfogreicheren Zusammenarbeit mit den anderen Disziplinen der Heilkunst: die Chiropraktik ist eine Alternative oder eine Ergänzung zu den medikamentösen und chirurgischen Behandlungen vieler Störungen des Bewegungsapparates.

Wann zum Chiropraktor?

Der Chiroprakor diagnostiziert behandelt Störungen der Statik (Körperhaltung) und der Dynamik (Bewegugnsablauf) des Bewegungsapparates und insbesondere der Wirbelsäule.
Zu solchen Störungen kommt es nach kurzen oder längeren Fehlbelastungen der Muskeln, Sehnen und Gelenke sowie nach Unfällen und Krakheiten bei Patienten jeden Alters und oft ungeachtet ihrer Tätigkeit.
Beeinträchtigengen der Beweglichkeit un der Nervenfunktion, Verkrampfungen der Muskeln und Schmerzzustände werden vom Chiropraktor gelindert oder behoben.
Neben lokalen Beschwerden der Bewegungsapparates behandelt er auch davon ausgehende Störungen wie zum Beispiel Schindel, Kopfschmerzen, ausstrahlende Schmerzen in den Beinen oder Pseudo-Herzbeschwerden. Auch gewisse Arten von Diskushernien und die Folgen von Schleidertraumata liegen im Behandlungsbereich des Chiropraktors.
In bestimmten Fällen können durch neurophysiologische Reflexe Herz-, Verdauungs-, Atmungs, und Kreislauffunktionen günstig beeinflusst werden.

Wie verläuft die Behandlung?

Am Anfang jeder Behandlung steht die sorgfältige Untersuchung mit klinischen, labortechnischen und radiologischen Methoden. Damit werden unter anderem alle Beschwerden ausgeschlossen, die nich manuell behandelt werden sollten.
Die chiropraktische Manipolation besteht im wesentlichen aus einer spezifischen, mit einem minimalen Kraftaufwand ausgeführten manuellen Einwirkung auf ein Gelenk, das in seiner Funktion gestört ist.
Dabei wird das blockierte Gelend leicht über seine normale Beweglichketi hinausbewegt, ohne dass Kapsel, Bänder oder Weichteile verletzut oder beeinträchtigt werden. So kann die Gelekfunktion sofort oder mit einer gewissen verzögerung wiederhergestellt werden.
Die rasche, mit einem genhau dosierten Impuls ausgeführte Bewegung ist oft mit einem hörbaren Knacken verbunden, die Behandlung ist aber im allgemeinen schmerzfrei.
Die Tätigkeit des Chiropraktors ruht auf den vier Säulen Diagnose, Behandlung, Beratung und Betreuung.
Das umfasst ein weites Gebiet ausserhalb der eingetlichen manuellen Behandlung und schliesst auch die Beratung des Patienten in bezug auf eine Lebensweise ein, die den Ansprüchen seines Bewegungsapparates besser gerecht wird.

Erfolgreiche Chiropraktik?

Bild Lanzeituntersuchungen haben sich mit dem Erfolg verschiedener Therapien von Wirbelsäulen- und Gelenbeschwerden und von davon ausgehenden Störungen befasst. Sie haben gezeigt, dass die Behandlung durch den Chiropraktor kostengünstig ist, unnötige Operationen vermeiden hilft und die körperliche Einsatzbereitschaft rascher wiederherstellt. Auch bei vorsichtiger Wertung der heute vorliegenden Studien darf festgestellt werde, dass die Chiropraktik den täglichen Medikamentenbedarf zahlreicher
Patienenten deutlich zu mindern vermag. Damit wird das Risiko von Nebenwirkungen verkleinert.
Die Chiropraktik ist in vielen Fällen die geeignetste Therapie: eine wachsende Zahl von Erwachsenen und Kindern, Sportlern und Berufsleiten profitiert heute davon.

Welche Ausbildung hat der Chiropraktor?

In der Schweiz wird die Chiropraktik nicht gelehrt. Der zukünftige Chiropraktor studiert deshalb an einer vom Eidgenössischen Departement des Innern anerkannten chiropraktischen Hochschule in den USA oder in Kanada.
Voraussetzung für das zehn- bis zwölfsemestrige Studium im Ausland ist ein abgeschlossenes Vorstudium in der Schweiz, das erste medizinische Propädeutikum.
Nach dem Studium im Ausland folgt eine mindestens zweijährige klinische Assistenzzeit in der Schweiz mit regelmässigen Kursen am Weiterbildungsinstitut der Schweizerischen Chiroprakoren-Gesellschaft SCG in Bern.Das interkantonale Staatsexamen schliesst die Ausbildung des Chiroprakors ab.
Mit seiner Ausbildung ist der Chiroprakor als Spezialist bestens qualifiziert für die Behandlung von Leiden, die in seinen Bereich fallen.
Bild

Die Stellung des Chiropraktors?

Der Chiropraktor ist befugt, nach eigener Diagnose und auf eigene Verantwortung Patienten zu behandeln.
Dies setzt die Fähigkeit voraus, alleine zu beurteilen, ob die Behandlung eines Patienten tatsächlich in sein Zuständigkeitsgebiet fällt. Der Chiropraktor muss also auf diagnostischem und differential-diagnostischem Gebiet alle Kompetenzen haben, um zu einer klaren Indikation zu kommen oder eine gänzliche oder teilweise Gegenindikationauszuschliessen.
Die schweizerischen Gesetze anerkennen den Chiropraktor, den Dr. der Chiropraktik, als Medizinalperson und als selbständigen Bertreter der Heilkunde.
Leistunen des Chiropraktors werden von den Krankenkassen, den Privatversicherern, der SUVA und der Militärversicherung ohne Überweisung einer anderen Medizinalperson getragen.



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