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Schon wieder: leere Versprechen !
Von Dr. John P. Naef
«Meister, die Arbeit ist getan; soll ich sie gleich flicken?» Und wer bezahlt? Selbstverständlich der Steuerzahler - wer denn sonst!
Letztes Flickwerk der besonders lästigen und teuren Art ist das neue Krankenversicherungsgesetz KVG. Blauäugig und wohl auch wider besseres Wissen haben Politiker und Behörden das KVG durchgetrotzt.
Mahner, die gewusst haben, wovon sie sprechen, sind ausgelacht worden, und vor der Abstimmung hat man dem Stimmbürger gar vieles erzählt, um sein Ja zu erhalten. Etwa, Wettbewerb zwischen den Anbietern von medizinischen Leistungen sei wichtig, leistungssteigernd und kostendämpfend. Das stimmt auch, aber in Wirklichkeit wird das KVG ganz anders umgesetzt. Der Staat herrscht, zieht hohe Steuern ein und gibt noch mehr aus: öffentliche Spitäler werden mit Steuergeldern finanziert, bieten ihre zwar guten, aber ganz und gar nicht günstigeren Leistungen, und private Spitäler und solche ausserhalb des Wohnkantons werden von den kantonalen «Spitallisten» gestrichen.
Das heisst, dass Krankenkassen die Behandlungen nicht bezahlen, wenn der Patient nur «allgemeinversichert» ist. Dass die Kantone als Eigentümer und Betreiber der öffentlichen Spitäler ein Interesse daran haben, die Konkurrenzspitäler zu streichen, liegt auf der Hand. Dass Privatspitäler oft ausgezeichnet sind und meist kostengünstiger arbeiten, interessiert die Planer in den Ämtern wenig. Vielleicht wissen sie es gar nicht, weil sie es nicht wissen wollen?
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Frei wählen - jetzt unterschreiben!
Wollen Sie sich wirklich vorschreiben lassen, zu welchem Arzt und in welches Spital Sie müssen?
Dieser Ausgabe von «chiropraktik aktuell» liegt eine Unterschriftenkarte für die Initiative für eine freie Arzt- und Spitalwahl bei. Unterschreiben Sie jetzt gleich, und bitten Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte, es Ihnen gleichzutun!
Bestellen Sie weitere Unterschriftenkarten für die Volksinitiative. Sie erhalten Sie über Telefon 061 281 48 32.
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Denken Sie jetzt, das Ganze gehe Sie nichts an, weil Sie eine Zusatzversicherung haben? Weit gefehlt: es geht Sie eben doch etwas an! Es kann Ihnen nämlich blühen, dass Ihre Zusatzversicherung nur die Zusatzleistungen im Privatspital deckt und Sie die Grundleistungen, üblicherweise der grössere Teil, selbst berappen müssen. oder dass Ihre Krankenkasse die Zusatzprämie so erhöht, dass Grund- und Zusatzkosten gedeckt werden können...
Wenn ein Versicherter seine Arzt- und Spitalwahl einschränken will, ist das in Ordnung: der Versicherte gibt freiwillig ein Stück Freiheit auf und bezahlt eine andere Krankenkassenprämie. Dass aber auch Versicherten Leistungen verwehrt werden, für die sie mehr bezahlen, ist nicht korrekt.
Die beamteten Planwirtschaftler in den Verwaltungen behaupten zwar, ihre Massnahmen dienten der Kostendämpfung. Das sollten sie aber nicht zu laut sagen; es könnte manch einem Versicherten sauer aufstossen, wenn er seine Prämienrechnungen seit der Annahme des KVG ansieht...!
Wie lange lassen wir uns noch leere Versprechen gefallen? Initiative Bürger haben jetzt getan, was getan werden muss. Sie haben eine Volksinitiative lanciert, mit der sie die freie Arztund Spitalwahl verlangen.
Ich denke, wir haben - nach den Versprechen im Abstimmungskampf um das KVG - ein Recht auf diese freie Wahl. Und ich denke, wir müssen die Freiheit verteidigen, bevor es zu spät ist!
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