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Sport ohne Reue

Von Dr. Andreas Messmer


Der Sommer kommt, und da mit unser Drang nach Bewegung, frischer Luft und Sonne. Das ist gut so, denn Bewegungsmangel ist ein Übel unserer Zeit, das vielen Verspannungen der Muskulatur, schlechte Haltung und mangelhaft funktionieren der Gelenke bringt.
Bewegen wir uns! Aber so, dass es Spass macht und der Spass bleibt! Ein Blick auf einen Sommer-«Klassiker» und einen Top-Hit.

Schwimmen und Springen

Schwimmen ist die beste Bewegungstherapie: der Körper «verliert» im Wasser an Gewicht, und wir bewegen uns leicht und fast schwerelos. Die Arbeit gegen den Widerstand des Wassers kräftigt die Muskulatur, verbessert die Lungenfunktion und ist ein ausgezeichnetes Kreislauftraining.
Regelmässiges Schwimmen ist nicht nur ein idealer Ausgleichssport, es fördert auch auf sanfte Art und Weise die Beweglichkeit unserer eingerosteten und überlasteten Gelenke.
Im Schwimmbad dürfen die Mutsprünge und der Kopfsprung vom Startbock bei vielen nicht fehlen. Vorsicht bei zu steilem Eintauchen: der Springer gerät in Hohlkreuzlage, er kippt“, und der starke Wasserdruck auf den ungünstig gekrümmten Körper birgt die Gefahr von Verletzungen der hinteren Wirbelgelenke und der Bandscheiben. Diesel e Gefahr droht beim zu schnellen Wenden in die Auftauchphase. Dass die Wassertiefe vor dem Sprung kontrolliert und andere Schwimmer und Taucher berücksichtigt werden, versteht sich von selbst.
Beim Brustschwimmen sollte der Kopf zur Schonung der Halswirbelsäule nicht überstreckt aus dem Wasser, sondern möglichst tief gehalten werden.
«Butterfly» ist ein eher schädlicher Schwimmstil bei Kreuz und Bandscheibenleiden. Bei solchen Beschwerden ist das Crawlen nur zu empfehlen, wenn es vorsichtig ausgeübt wird.
Auf Bewegung im Wasser verzichten müssen nur die wenigsten: allenfalls beschränkt man sich auf Rückenschwimmen mit sanftem Beinschlag oder Gehen im brusttiefen Wasser.

Inline-Skating

Die zügige Fahrt auf den kleinen Rädern ist der Spass der Saison für immer mehr Kinder und Jugendliche - und für Eltern, die mithalten wollen.
Skating steigert die Fitness - Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Gleichgewicht und Koordination - auf recht schonende Art. Verständlich, dass die scheinbar federleichte Fortbewegung den Betrachter begeistert, der wohl an «Joggen ohne Mühe» denkt.
Ungefährlich ist der Spass aber nicht: Stauchungen, Zerrungen, Brüche und Schürfungen sind nicht immer harmlos und beim Skaten rasch «eingehandelt». Der passende stabile Skatingschuh, eine taugliche Schutzausrüstung, die korrekt erlernte Fahrtechnik und Respekt vor den Risiken sind die Voraussetzungen für ungetrübtes Vergnügen. Helm, Hand und Ellbogenschoner sowie Knieschutz sind Basisausrüstung, Bremsen und Ausweichen die ersten Manöver, die Anfänger erlernen. Strassen und belebte Fussgängerbereiche überlässt man denen, für die sie gebaut worden sind, und Sand, Kies, Öl und Nässe auf dem Boden sind keine Skater-Freuden!

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