Röntgen - ein Risiko?
Von Dr. Thomas Hausheer
Die diagnostischen Röntgenaufnahmen, wie sie bei chiropraktischen Untersuchungen zur Beurteilung einer Störung des Bewegungsapparates angefertigt werden, stellen heute nur ein äusserst geringes Gesundheitsrisiko dar.
Die heutigen modernen Röntgenapparate, die regelmässig «auf Herz und Nieren» geprüft werden, immer empfindlichere Röntgenfilme und damit weniger Strahlen und eine saubere Aufnahmetechnik garantieren den Patienten, dass nur geringe Dosen an Röntgenstrahlung eingesetzt werden.
Zur Veranschaulichung ziehen wir einige Vergleiche herbei (s. Kasten). Sie zeigen,dassjeder Mensch ständig einer gewissen Menge Strahlung ausgesetzt ist,die genauso hoch sein kann wie die, die bei der Herstellung von Röntgenbildern verursacht wird. Vergleicht man das Risiko, das durch medizinische Strahlung entsteht, mit anderen, alltäglichen Gesundheitsrisiken, dann wird vor allem eines klar: besonders auch in Anbetracht des medizinischen Wertes von Röntgenbildern kann nicht von einer «Gefahr» gesprochen werden.
Mittlere jährliche Strahlenexposition pro Person in der Schweiz:
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In mrem/Jahr |
Natürliche Strahlung:
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Kosmische Strahlung |
30 |
| Terrestrische Strahlung (Abhänig von Bodenstruktur und Meereshöhe von 50 [Jura] bis 300 [Alpenregionen]) |
65 |
| Körperinnere Strahlung |
30 |
| Radon (gasKormig) in Wohnräumen |
220 |
Künstliche Strahlung:
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Medizinische Strahlung (Röntgenbilder, Strahlentherapie, Nuklearmedizin) |
50 |
| «Fall out» von Atombombenversuchen |
< 5 |
| Kernenergieanlagen, Forschung, Industrie usw. |
< 5 |
| Total natürliche und künstliche Strahlung, ca. |
400 |
Grober Vergleich von Strahlungsdosen
- Jährliche natürliche Strahlung entspricht 50 -100 Brustkorb-Röntgenbildern/Jahr
- Tödliche Dosis (LD5030 = 400 rad): 300 000 Brustkorb-Röntgenaufnahmen in einem Tag
- Geschätzte Verminderung der Lebenserwartung infolge natürlicher Strahlung: 8 Tage
- infolge medizinischer Röntgenaufnahmen: 6 Tage
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