Wie oft zum Chiropraktor?
Von Dr Jörg Häusler
Häufig ist der Chiropraktor in seiner Praxis mit blockierten Gelenken, sogenannten hypomobilen Gelenken, konfrontiert, die einer Manipulation gut zugänglich sind.
Ein Gelenk, das aber durch einen Unfall oder krankheitsbedingt überbeweglich geworden ist, darf nur in sehr seltenen Fällen manipuliert werden. Die Entscheidung, wann, wo und insbesondere wie häufig manipuliert werden darf und soll oder ob allenfalls eine andere Behandlung angezeigt ist, kann der Chiropraktor nach sorgfältiger Abklärung beurteilen.
Generell kann man sagen, dass bei Kindern und jüngeren Menschen sowie bei einem akuten, einmaligen Ereignis, wie zum Beispiel einer «Halskehre» oder einem Hexenschuss, eine kürzere Behandlung mit weniger Manipulationen nötig ist als bei einem chronischen Rückenleiden mit degenerativen Veränderungen der Bandscheiben und Wirbelgelenke. Dabei kann dem Patienten auch die chiropraktische Beratung in Bezug auf ein rückengerechtes Verhalten im Alltag ein Leben lang helfen. Wenn nötig, darf die Behandlung immer wieder gezielt eingesetzt werden.
So kann der Chiropraktor über Jahre hinweg zur Vertrauensperson werden, und es überrascht nicht, dass Studien in den USA und in Grossbritannien gezeigt haben, dass die Behandlung durch den Chiropraktor kostengünstig ist, unnötige Operationen vermeiden hilft und die körperliche Einsatzbereitschaft rascher wiederherstellt.
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