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Wieder im Training

Von Dr Bruno Gröbli

Unsere folgende Fallbeschreibung handelt von einer 20jährigen Speerwerferin. Acht Monate musste sie ihre Trainingseinheiten wegen Kreuzbeschwerden auf der linken Körperseite stark reduzieren - eine lange Zeit für eine Sportlerin!

Nach einem Wettkampf verspürt die junge Frau plötzlich einen stechenden Schmerz im Bereich des linken Gesässes, der entlang des Beckenkammes und in die Leistengegend ausstrahlt.

Eine Umstellung des Trainingsplanes, Übungen und Physiotherapie bringen keine Linderung der lästigen Beschwerden. Medizinische Abklärungen und apparative Untersuchungen geben keine weiteren Hinweise auf die Ursache des Problemes; Standard-Röntgen aufnahmen zeigen lediglich einen Beckentiefstand und im Bereich der Lendenwirbelsäule eine Krümmung der normalerweise geraden Wirbelsäule nach links - dies ein erster Hinweis auf eine Haltungsstörung.

Der chiropraktische Untersuchungsgang ergibt eine in den Endphasen schmerzhafte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule . Diagnostiziert werden auch eine Beckenverdrehung mit instabilen Beckengelenken und ein blockiertes Wirbelsegment. Auffallend sind die mit spezifischen Muskeltests erhobenen Befunde eines ausgeprägten muskulären Ungleichgewichtes im Rücken-, Beckenund Oberschenkelbereich.

Im Behandlungsplan müssen die Haltungsstörung, die Wirbelblockierungen, das instabile Beckengelenk und die muskulären Probleme berücksichtigt werden. Der Chiropraktor - er kann die Zusammenhänge richtig interpretieren ist also nicht allein an der Manipulation der Wirbelsäule interessiert, sondern auch an den Auswirkungen der Beschwerden auf die Muskulatur.

Mit seiner Manipulation versucht der Chiropraktor, die Beckenverwringung zu beheben und die Beckengelenke zu stabilisieren. Letzteres gelingt mit einer einfachen Stoffbandage. Die Segmentblockierungen der Lendenwirbel werden ebenfalls gezielt manuell angegangen, und dem muskulären Ungleichgewicht wird mit chiropraktischen Techniken direkt am Muskel entgegengewirkt.

Nach drei Wochen Behandlungszeit kann die Speerwerferin wieder ein intensiveres Training absolvieren, und nach zwei Monaten ist ihr eine Teilnahme an wichtigen Wettkämpfen wieder ohne Schmerzen möglich.

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