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Sicherheit für jeden Nacken

Von Jürg Hurter

Auffahrunfälle werden mit dem immer dichter werdenden" Verkehr in den kommenden Jahren am stärksten zunehmen. Obwohl die unangenehmen Begegnungen meist bei tiefen Geschwindigkeiten geschehen, sind die Folgen gravierend. Die Passagiere der Unfallwagen überleben zwar so gut wie immer, tragen aber oft schwer an einer langen Leidensgeschichte, an Wirbelsäulenverletzungen. Über 2500 Verletzte zählt die SUVA jedes Jahr. Ein Viertel hat sich nach einem Jahr noch nicht erholt.

Die Sicherheit der Automobile hat grosse Fortschritte gemacht: Knautschzonen rund um starre Kabinen absorbieren die Energie, Sicherheitsgurten geben in einem gewissen Umfang nach, der Druckverlust der

Airbags erfolgt nach genauen Vorgaben. Passagiere werden so schonend wie möglich «angehalten», wenn ihr Fahrzeug bei einem Crash in einem Sekundenbruchteil auf Geschwindigkeit Null gezwungen wird. Die restlichen Kräfte, die auf den Menschen einwirken, sollten von den widerstandsfähigsten Teilen des Körpers aufgefangen werden. Die Halswirbelsäule ist keiner dieser widerstandsfähigsten Teile.

Noch immer aber sind viele Automobile aus unerfindlichen Gründen mit ungenügenden, gar gefährlichen Kopfstützen ausgerüstet. Die Zahl der Halswirbelsäulenverletzungen würde stark sinken, wenn alle Wagen mit richtig geformten, korrekt positionierten Kopfstützen ausgerüstet wären. Ideal wäre eine Vorrichtung, dank der die Bewegung des Kopfes und der Wirbelsäule abgefangen wird.

Die Lösung scheint gefunden. Aber erst ein Automobilhersteller - Saab - baut in alle seine Fahrzeuge serienmässig und ohne Aufpreis einen Sitz mit einem einfachen Hebelsystem ein, das im Falle eines Heckaufpralles vom Körpergewicht aktiviert wird. Der Passagier wird in den Sitz gedrückt, was die Kopfstütze dem Kopf näher bringt und die Rückwärtsbewegung auffängt, welche für die

zum Teil gravierenden Verletzungen verantwortlich ist. Das andere schwedische Automobilunternehmen mit hohem Sicherheitsprestige - Volvo - zieht mit: mit einem «Schleudertrauma-Schutzsystem», das die Rückenlehne bei einem Heckaufprall parallel zum Körper nach hinten bewegen lässt. Das führt dazu, dass Kopf und Oberkörper der; Passagiere mehr oder weniger sanft ausbalanciert werden.

Viele Kopfstützen werden von den Passagieren nicht richtig eingestellt (siehe Bild), noch mehr Wagen aber bieten keine richtig einstellbaren Kopfstützen. Hier kann der Käufer seine Macht zeigen: «Einen solchen Wagen kaufe ich nicht!» Im Interesse seiner Gesundheit...!

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