Schmerzen unter der Kniescheibe
Von Dr. Max Widmer, Baden
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Wozu eine Kniescheibe
Die Kniescheibe erhöht die Stabilität des Kniegelenks und optimiert die Kraftübertragung der vorderen Oberschenkelmuskulatur auf den Unterschenkel.
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Nicht nur Senioren «spüren's in den Knien»! Eine Erkrankung des Kniescheiben-Kniegelenkes macht sich häufig schon in jungen Jahren bemerkbar. Leistungssportler, insbesondere Skifahrer, Fussballspieler und Leichtathleten sind aus biomechanischen Gründen überdurchschnittlich betroffen.
Langes Ruhen schmerzt dann genauso wie Bewegung. Der Schmerz sitzt unter der Kniescheibe, und dazu kommen Reibegeräusche beim Beugen und Strecken und ein Einknicken im Kniegelenk, besonders beim Abwärtsgehen. Zahlreiche alltägliche Tätigkeiten werden lästig: Aufstehen nach längerem Sitzen, Niederkauern, Autofahren, treppab laufen.
Wie funktioniert die Kniescheibe? Bei der Beugung des Knies gleitet die Kniescheibe wie auf einer Schiene von oben nach unten. Dabei beschreibt sie keine zur Körperlängsachse parallel liegende Gerade, sondern einen Winkel von etwa 170°. Die Kniescheibe wird nach aussen gedrängt und von Bändern und Sehnen in ihrer Bahn stabilisiert. Dabei entstehen gewaltige Druckverhältnisse im Kniescheibenkniegelenk: Je nach Beugewinkel erreichen die Druckverhältnisse zwischen Kniescheibengelenk und Kniegelenk über 700 Kilopond!
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Tips fürs Knie
Vermeiden Sie
- das Kniebeugen, da dadurch das Körpergewicht stark nach hinten verlagert wird und der Druck im Kniescheibenkniegelenk zunimmt.
- das Tragen von Lasten beim Treppensteigen.
- das Abdrehen des Oberkörpers bei fixiertem Unterschenkel (bei vielen Haushaltarbeiten, beim Golfspielen)
- das Hüpfen auf einem Bein
Gehen Sie beim Bergabsteigen mit zwei Wanderstöcken, damit sich das Körpergewicht mehr nach vorne über das Gelenk legt und die Kniebeugung nicht nur durch den Kniestreckermuskel kontrolliert wird.
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Grosse Gewalteinwirkungen auf das Kniegelenk, ein Sturz, lang anhaltende Kniegelenkbelastungen, genetische Anlagen oder der normale Alterungsprozess können zu Knorpelveränderungen im Kniegelenk führen: Im Knorpel entstehen Risse, die sich weiterentwickeln können, bis der Knochen freigelegt ist und Schmerzen einsetzen.
Grundsätzlich sollten Kniescheiben-Kniegelenkschäden durch gezielte Aufklärung vermieden werden. Die in den 70er Jahren aufgetretene Operationseuphorie hat sich glücklicherweise weitgehend gelegt. Dies ist umso bedeutender, als sich gezeigt hat, dass in vielen Fällen auch eine spontane Ausheilung möglich, eine Operation also unnötig ist.
Wichtig ist vor allem eine Schonung der Kniescheiben: Belastende sportliche Aktivitäten, gewisse Gymnastik- und Turnübungen und das Treppensteigen, insbesondere mit Lasten, sind zu unterlassen. Oft kann schon ein warmes Bad die Schmerzen lindern. In vielen
Fällen erreicht der Chiropraktor durch gezielte Mobilisationstechniken eine beachtliche Funktionsverbesserung der Kniescheibe. Empfehlenswert ist auch das Tragen von Schuheinlagen, wenn das zur Korrektur einer eventuell vorhandenen verstärkten Auswärtsdrehung des Fusses notwendig ist, sowie das Anlegen einer Kniebandage.
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Für den Patienten
Der Regierungsrat des Kantons Aargau greift durch - im Interesse der Patienten: Chiropraktik und Manualtherapie gehören in die Hände von Fachleuten mit dem nötigen Wissen.
Vitalogen verfügen nicht über dieses Wissen, vor allem nicht über die notwendigen Fähigkeiten zur gründlichen Diagnose. Ab sofort werden die Behörden gegen Anbieter vorgehen, die ohne Bewilligung vitalogische Behandlungen anbieten. Denn der Patient hat ein Recht auf umfassende und sorgfälltige Diagnose, Behandlung, Beratung und Betreuung durch ausgebildete Medizinalpersonen.
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