Das Medizinstudium wird modernisiert
Aus Schweizerische Ärztezeitung vom 28.10.98
Chiropraktoren werden offiziell nicht mehr "interkantonal", sondern eidgenössisch geprüft. Der Gesetzesentwurf für die Reform der medizinischen Studien (Freizügigkeitsgesetz) liegt vor. Er garantiert die durchgehende Qualitätskontrolle der Ausbildung und die Flexible Gestaltung des Studiums. Die Eidg.Kommission für die Reform der Ausbildung der Akademischen Medizinalberufe hat ihre Arbeit fristgerecht Abgeschlossen und den Entwurf für das neue Freizügigkeitsgesetz An ihrer siebten und letzten Plenarsitzung vom 1./ 2.Oktober verabschiedet. Sie hat dabei die Bestimmungen über die Akkreditierung der Ausbildungsprogramme präzisiert. Zudem hat sie auch die Ausbildung für Chiropraktik in den Gesetzesentwurf eingegliedert, dies aufgrund des Bundesratsentscheides vom 19.August nach der Vernehmlassung zum Medizinalberufegesetz. Namentlich hat die Kommission Ausbildungsziele für die Chiropraktoren eingefügt und deren Ausbildung einem eidgenössischen Staatsexamen unterstellt. Das neue Gesetz wird die Ausbildung in Human-, Zahn-und Veterinärmedizin, Chiropraktik und Pharmazie regeln.
Alle Ausbildungsprogramme werden in Zukunft akkreditiert und Laufend evaluiert werden müssen. Eine unabhängig arbeitende, unter Politischer Aufsicht stehende Institution wird diese Qualitätssicherungen gewährleisten.
Der Entwurf geht nun in die verwaltungsinterne Bereinigung und wird vor Ende Jahr Bundesrätin Dreifuss vorgelegt. Nach dem aktuellen Planungsstand ist vorgesehen, den Gesetzesentwurf über die Ausbildung im Sommer 1999 in die Vernehmlassung zu schicken und danach mit dem bereits vernehmlassten Medizinalberufegesetz zu einem einheitlichen Aus-, Weiter- und Fortbildungsgesetz für medizinische universitäre Berufe zu verschmelzen, das anfangs 2001 an Bundesrat und Parlament gehen würde.
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