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 chiropraktik.ch - Deutsch - Fragen - Enge im Brustkorbbereich, Atemmnot, Ziehen in den Arm
 

Frage :

Hallo,
ich bin 29 Jahre alt und habe nun seit ca. 2 Jahren diese Beschwerden. Da ich als angestellter im Führungsaussendienst tätig bin, habe ich sehr viel Stress, und sitze überwiegend im Auto, Büro oder beim Kunden. Zeitlich gesehen habe ich wenig Gelegenheit mich sportlich zu betätigen, obwohl ich vor 8 Jahren fast täglich Sport betrieben habe (Fussball). Aufgrund einer Knieverletzung war dies in der Form nicht mehr möglich. Meine Beschwerden äussern sich dahingehend, dass ich oftmals einen ziehenden, manchmal dumpfen bis beengenden Schmerz vom linken Schulterblatt bis zum linken Brustkorb vor, verspüre. Diese Schmerzen strahlen seit kurzem auch in den ganzen linken Arm runter. Am Anfang verspürte ich noch eine Atemnot.

Begonnen hat alles vor ca. 2 Jahren, als ich mit dem Auto unterwegs war. Es begann nach einem Streit, als ich dann eine gewisse Atemnot verspürte. Anschliessend verspürte ich eine gewisse Enge im Brustkorbbereich verbunden mit einem ziehen. Letztendlich kamen noch Schweissausbrüche dazu, da ich mich in die Sache ziemlich reinsteigerte (Angst vor einem Herzinfarkt) Eine Kollege fuhr mich sofort in die Kardiologie. Dort wurde ich untersucht. Die routinemässigen Laborwerte zeigten sich im Normbereich.Lediglich ein etwas leicht erhöhter Cholestirinwert (247 mg/dl). Das EKG ergab hochpositive T-Wellen in V3 und V4 und einen inkompletten Rechtsschenkelblock. Der Röntgen-Thorax ergab einen altersentsprechenden Herz- und Lungenbefund. Auch die Echokardiographie(Farbdoppler) ergab gute linksventrikuläre Funktion, herzhöhlen im Normbereich, normale Funktion der Mitral- und Aortenklappe und auch kein Anhalt für Rechtherzbelastung. Auch bei der Fahrradergometrie war ich bis 200 Watt gut belastbar und es war keine Angina Pectoris auslösbar. Der Orthopäde konnte anschliessend keine pathologische Veränderung im Bereich der Wirbelsäule feststellen und diagnostizierte eine Abklingende Dorsalgie Bei funktioneller BWS Störung. Was folgte war eine mobilisierende Krankengymnastik unter Extension im Schlingentisch wie mehrere Massagen. Weiterhin wurde vermutet, dass diese Beschwerden auch von vegetativer Natur sein könnten. Da ich nun endlich von diesen Beschwerden befreit werden möchte, mir aber jeder Arzt etwas unterschiedliches sagt, würde ich gerne wissen, woher diese Beschwerden kommen und wie ich diese Behandeln lassen kann, zumal feststeht, dass es nicht vom Herzen kommen kann, was ursprünglich meine schlimmste Vermutung war/ist .


Enthaftungserklärung

Die nachfolgende Antwort wurde nach bestem Wissen und Gewissen gegeben. Sie beruht einerseits auf der oben wiedergegebenen Fragestellung und andererseits auf Zusatzinformationen, welche möglicherweise vom Fragesteller gegeben wurden aber an dieser Stelle nicht aufgeführt werden können. Da eine umfassende Untersuchung nicht gemacht werden konnte, kann die Antwort nicht als Ersatz für einen Besuch bei Ihrem/Ihrer Chiropraktor(in) oder einer anderen fachkompetenten Medizinalperson dienen. Chiropraktik.ch wie auch der/die Sponsor(en) lehnen deshalb jegliche Haftung für unmittelbare sowie mittelbare Schäden und immaterielle Unbill, die aus der Befolgung der Ratschläge entstehen, ab. Falls Sie Schmerzen oder Beschwerden haben, kontaktieren Sie in jedem Fall Ihren/Ihre Chiropraktor(in) oder eine andere fachkompetente Medizinalperson.


Antwort:

Mit einiger Wahrscheinlichkeit stammen Ihre Beschwerden von einem etwas instabilen Rippenwirbelgelenk. Hypermobile Menschen neigen bei geringfügigen kleinen abrupten Manövern zu Zerrungen solcher Gelenke. Als Reaktion auf eine solche Distorsion tritt dann in einem Sekundenbruchteil eine Blockierung einer Rippe auf. Diese spüren Sie dann beim Atmen als lästige Störung. Je nach Ort der Blockierung kommt dann sofort der Gedanke auf an einem Herzinfarkt zu leiden. Je nach Gemütslage kann sich dann so ein Gefühl auch zu einer panischen Angst entwickeln.

Therapie der Wahl ist in erster Linie das Tragen einer Rippenbandage für ca. 10 Tage (auch nachts wegen dem unbewusstem Drehen im Bett). Dann kann sehr vorsichtig die Rippe durch einen in den USA oder Kanada geprüften Chiropraktor mobilisiert bzw. manipuliert werden. Eiswickel auf die schmerzende Stelle gebracht, kann im Akutfall Linderung bringen. Eventuell kann auch ein im Handel erhältliches Flector-Pflaster (Voltarennachahmerpräparat) Linderung bringen.

Fazit: Mit grosser Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei Ihnen um eine einfache Rippenfunktionsstörung. Weitere Abklärungen und Therapien sind meines Erachtens zur Zeit wohl wenig sinnvoll. Danke für Ihren ausführlichen Bericht.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Max Widmer, Chiropraktor



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