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Gingko biloba - wirksames Phytotherapeutikum

Von Dr. Max Widmer, Chiropraktor (12/97)

Gingko biloba

Gingko biloba ist der älteste noch lebender Baum der Welt und auch ein seit sehr langer Zeit bekanntes natürliches Medikament. Der Gingko Baum existiert auf unserem Planeten seit mehr als 200 Millionen Jahren. Geologen haben Fossilien vom Gingko Blatt in verschiedenen Erdteilen gefunden, so auch in Nordamerika und Europa. Viele Standorte wurden während der Eiszeit vor ungefähr 10 000 Jahren vernichtet. Bis heute hat der Gingko Baum im Nordosten von China und Japan überlebt. In South Carolina,USA, gibt es spezielle Gingko-Baum Plantagen.

Wirkung auf den Menschen

Allgemein löst Gingko als Phytotherapeutikum und natürliches komplexes System vielfältige Wechselwirkungen im Körper aus, die weit über die Summe der Einzelwirkungen hinausgehen. Als pflanzliches Arzneimittel greift Gingko in zahlreiche biochemische Regelkreise ein. Es macht die Wand der Blutgefässe, als auch die roten Blutkörper, die sich durch die engen Kapillargefässe hindurchzwängen müssen, mehr flexibel. Diese Kombination führt dazu, dass so das Blut und damit der Sauerstoff einfacher Hirn und Extremitäten erreichen oder jeden andern Platz, der durch feine Haargefässe charakterisiert wird, wie Augen und Ohren.

Kein anderer Kreislauf stimulierender Wirkstoff , sei es auf natürlicher oder synthetischer Basis, kann die Durchblutung nicht nur gesunder Hirnbezirke, sondern auch spezifisch beschädigten Gebiete so verbessern, wie Gingko. So baut Ginko biola als Antioxidant auch freie Radikale ab. Gingko biloba Extrakt ist standartisiert und beinhaltet "24% gingko flavone glycoside".

Dosis

Gingko ist ungiftig. Standard ist heute 40mg Gingko Extrakt -mit den Mahlzeiten eingenommen- bzw. 1 Tabletten 3 x täglich (total 120mg pro Tag) . Schwächere Dosen wirken nicht. Es braucht normalerweise 6 - 8 Wochen bis die Wirkung spürbar wird. Nebenwirkungen sind sehr selten: zum Beispiel Magenstörung. Gingko biloba ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Trotz offensichtlichem Erfolg dieses pflanzlichen Heilmittels sollte die Einnahme von Gingko biloba nur nach eingehender Untersuchung und Beratung durch den Chiropraktor, Arzt oder andere Medizinalperson erfolgen.

Forschungsresultate

Generell: Verbessert Gedächnisverlust, Hirnfunktion, Depression, cerebrale und periphere Durchblutung, Sauerstoffanreicherung. Neben neurologischen und Stoffwechselveränderungen stehen vor allem positive kardiovaskuläre Veränderungen im Vordergrund. So bei:

  • vertigo (Schwindel) , Kopfschmerzen, Tinnitus (Ohrgeräusch)teilweise Taubheit, Innenohrfunktionsstörung
  • Konzentrationsstörung, Gedächtnisverlust
  • verminderter intellektueller Kapazität und Regsamkeit auf Grund einer verminderten cerebralen Durchblutung
  • Angst, Depression, Komplikationen nach Hirninfarkt und Schädeltrauma
  • verminderter Seh- und Hörfähigkeit
  • claudicatio intermittens als Resultat einer arteriellen Stenose
  • Raynaud-Krankheit
  • Hormonellen Störungen
  • Hirngefässarteriosklerose mit oder ohne geistige Manifestation
  • arteriosklerotisch bedingter Gefässerkrankung der Extremitäten
  • diabetisch bedingtem Gewebeschaden bis beginnender Gangrän
  • Hautdurchblutungsstörung, ischämisch bedingten Ulcerationen

Untersuchungsresultate

Kardiovaskuläre Wirkung im Laborversuch:

  • Gingko vermindert die Thrombusbildung in Venen und Arterien

Klinische Forschung (Resultate verschiedener Studien)

  • Resultate weisen auf günstige Beeinflussung von zentralen und peripheren Gefässkrankheiten.
  • senkte Blutdruck und erweiterte die peripheren Blutgefässe bei Patienten, welche sich von einer Thrombose erholten.
  • verbesserte Mikrozirkulation der Konjunktiva (Bindehaut des Auges)
  • verbessert die Gehfähigkeit bei peripherer Durchblutungsstörung
  • verbesserte Hirndurchblutung bei Hirnarteriosklerose und Parkinson
  • 65% Erfolg bei fokaler oder diffuser cerebraler Durchblutungskrankheit
  • 80% Erfolg der geistigen Funktion bei cerebraler Durchblutungsstörung, EEG Parameter und Hirnangiogramm
  • 80% Erfolg von Schwindel und Kopfweh bei chronischer Hirndurchblutungsstörung
  • 92% Erfolg bei Hirndurchblutungsstörung. Alle pathalogischen Befunde verschwanden nach 18 Tage Behandlung
  • 80% Erfolg bei Kopfweh und weniger Erfolg bei Migräne
  • 40% Erfolg bei älteren Patienten mit arteriellen Durchblutungsstörung der Beine

Eine weitere neue Studie beweist: Gingko Extrakt EGb 761 beeinflusst sogar Demenz ( geistiger Zerfall) bei an Alzheimer Erkrankten positiv ! JAMA . 1997; 278:1327-1332 Pierre L., Le Bars, MD, PhD Resultat: EGb 761 (Spez. Extrakt aus Gingko biloba) war sicher und scheint fähig zu sein nicht nur zu stabilisieren, sondern auch die Wahrnehmung und die soziale Funktion der Demenz-Patienten für sechs Monate bis zu einem Jahr zu verbessern. ( 202 Patienten gaben statistisch genügend Daten während der 52 Wochen langen Analyse.)

Literaturangaben:
Better Nutrition for Today,s Living. Februar 1991/1993
Balch J. M.D. Prescription for Nutritional Healing
David L.Hoffmann, B.Sc.



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