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Die Kunst keine Rückenschmerzen mehr zu haben: Die fünf Gebote
Von Dr. Max Widmer, Chiropraktor (10/98)
Für ganz Eilige:
Lesen Sie nicht nur die untenstehenden Tips , sondern führen Sie diese auch aus. Wenn Sie mehr Zeit haben, dann lesen Sie auch die entsprechenden Links.
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Regel Nr. 1:
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Sitzen + Stehen ist schlecht
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Sitzen
Ob Sie nun mit krummen Rücken sitzen, ob Sie auf einem harten oder weichen Stuhl sitzen, ob Sie auf einem biomechanisch guten Stuhl sitzen, Sitzen schadet Ihnen. Denn beim Sitzen steigt der Bandscheibeninnendruck gegenüber dem Liegen oder Stehen deutlich an. Leiden Sie an einer Bandscheibenverschiebung, an einem Bandscheibenriss, dann ist Sitzen immer schlecht. Leiden Sie seit wenigen Tagen an akuten Lenden- und Kreuzschmerzen, dann sitzen Sie am besten überhaupt nicht. Schon kurzes Sitzen kann Ihr Leben zur Qual machen. Leiden Sie an chronischen Schmerzen im Bereiche der Lendenwirbelsäule, dann sollten Sie nur kurz sitzen und zwischendurch aufstehen und umhergehen.
Links:
Stehen
Stehen bei akuten Rückenschmerzen ist Gift für Sie. Leiden Sie an einem Hexenschuss oder an einer Ischialgie, dann werden Sie dies bald einmal an der Sprache Ihres Körpers feststellen. Ihre Lendenwirbelsäule neigt sich beim Stehen bald einmal auf die Seite und das Stehen wird zur Qual werden. Stehen bei chronischen Rückenschmerzen - meistens Folge von irritierten kleinen Nervenendigungen in den Wirbelgelenken - ist nicht angezeigt. Abhilfe kann zwar das abwechselnde Stehen auf dem einen und dann auf dem andern Bein bringen, oder das Hinstellen eines Fusses auf eine kleine Erhöhung, besser ist es aber einige Schritte zu machen, wenn nötig am gleichen Ort.
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Regel Nr. 2:
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Liegen und Laufen ist gut
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Liegen
Liegen entlastet die Wirbelgelenke und führt zu einer Abnahme des Bandscheibeninnendruckes. Leider ist der früher noch mehr bekannte und sehr beliebte Mittagsschlaf in unserer hektischen Zeit etwas in Vergessenheit geraten. Dabei sind es gerade diese Ruhephasen, die unsere Wirbelsäule und unseren Geist so dringend brauchen. Auch wenn Sie nur wenige Minuten über Mittag liegen können, es rentiert sich auf jeden Fall. Wie Sie bei akuten Rückenschmerzen am besten Liegen, das erfahren Sie auf einem der Links.
Links:
Laufen
Es gibt meistens keine bessere Selbsttherapie als das tägliche Gehen. Ob Sie dies auf einem kleinen Raum oder in der Natur tun, spielt für die Wirbelsäule und den ganzen Bewegungsapparat keine grosse Rolle. Tun Sie es auf jeden Fall !
Links:
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Regel Nr. 3:
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Drehen Sie den Kopf mit den Füssen
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Je älter oder je akuter ihr Rückenleiden ist, desto mehr Verständnis werden Sie für diesen Rat aufbringen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit und drehen Sie immer den Kopf mit den Füssen ! Ihre Halswirbelgelenke danken es Ihnen. Da diese keine Dreh- sondern nur Schiebegelenke sind, lieben diese die Kopfrotation nur in Ausnahmefällen. Zu diesem Zwecke verlagern Sie einfach das Gewicht zuerst auf das eine und dann langsam auf das andere Bein. Gleichzeitig bringen Sie den einen Fuss leicht nach vorne und dann den anderen leicht nach hinten. Diese Bewegung erlaubt Ihnen eine Ganzkörperdrehung. Dadurch vermeiden Sie nicht nur eine Halskehre, Schulter- Arm- Schmerzen oder Armnervenschmerzen, sondern auch Kreuzbeinbeckengelenk - (Iliosakralgelenk ) und Hüftprobleme. Nach wenigen Wochen haben Sie diese Ganzkörperdrehbewegung automatisiert und Ihr Rücken dankt es Ihnen.
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Regel Nr. 4:
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Sitzen Sie immer zuerst ins Auto, bevor . . .
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Machen Sie es sich zur Gewohnheit und sitzen Sie immer zuerst in das Auto, bevor Sie die Beine hinein ziehen. Damit ersparen Sie sich viel Ungemach und vor allem wiederkehrende Rücken- und Kreuzschmerzen. Verfahren Sie beim Aussteigen aus dem Auto gerade umgekehrt. Bringen Sie zuerst beide Beine nach aussen und steigen Sie langsam , den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, die Hände auf den Oberschenkel abgestützt aus dem Auto.
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Regel Nr. 5:
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Vorsichtig Sport treiben
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Jemand soll einmal gesagt haben, dass Sport gesund sei. Dies trifft sicher für viele Menschen zu. Es gibt jedoch auch tatsächlich Menschen, deren Bewegungsapparat für den Sport ungeeignet ist. Und diese Tatsache sollte respektiert werden. Für die meisten Menschen tut das Sporttreiben gut. Herz- und Kreislauf und Hirnstoffwechsel werden angeregt, Koordination und Beweglichkeit und oft auch die Kraft wird verbessert. Trotzdem gilt es die richtige Sportwahl zu treffen. Dazu gehört einmal ein genauer körperlicher Untersuch bei einer fachkompetenten Medizinalperson, die richtige Sportwahl und die richtige Ausbildung. Hier kann die Chiropraktorin oder der Chiropraktor helfen. Nicht nur Spitzensportler wie Martina Hingis oder Alex Zülle suchen einen Chiropraktor auf, sondern jedermann kann dies tun. Dank stetiger Weiterbildung gibt es heute in der deutschen Schweiz auch spezielle Gymnastikgruppen, die "Chirogymnastik" anbieten. In diesen Kursen werden immer die neusten Erfahrungen aus den Chiropraktorenpraxen eingebracht. Fragen Sie Ihre Chiropraktorin oder Ihren Chiropraktoren wo solche Kurse stattfinden.
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